Buchenwaldgedenken 2026
Ausgabe Trostberger Tagblatt vom 29.06.2026
„Frieden merkt man erst, wenn er fehlt“
Buchenwaldgedenkgottesdienst zum Jubiläum mit Militärdekan Thomas Funke – Wolfgang Losert erhält Ehrenurkunde der französischen Reservisten in Bayern
Altenmarkt. „Frieden merkt man erst, wenn er fehlt“, sagte einst ein Soldat in Mali zu Militärdekan Thomas Funke. Dieser Friede sei wie ein Baum, der langsam wächst und Auftrag für Politik, Bildung und jeden einzelnen sei, so der Militärdekan in seiner Predigt zum Jubiläums-Gedenkgottesdienst, der gleichzeitig Höhepunkt der Feierlichkeiten der Soldatenkameradschaft Altenmarkt zu ihrem 200jährigen Bestehen war.
Auch der zweite Tag des Jubiläums (die KSK Altenmarkt feierte 200 Jahre Bestehen und 225 Jahre Buchenwaldgedenken) war geprägt von hochsommerlichen Temperaturen, die sich aber hauptsächlich während des Zuges vom Altenmarkter Marktplatz zur Buchenwaldgedenkstätte bemerkbar machten. Im Buchenwald herrschte ein laues Lüftchen, das dort für moderatere Temperaturen sorgte. Gekommen waren insgesamt 44 Vereine und zahlreiche Gäste, so dass man in zwei Zügen (einmal angeführt von der Altenmarkter Musikkapelle und einmal mit der Seeoner Blasmusik vorn dran) vom Marktplatz über die Bundesstraße den Baumburger Berg hoch bis zur Buchenwaldkapelle marschieren konnte. Mit dabei waren Altenmarkter Ortsvereine sowie Nachbarvereine mit ihren Fahnenabordnungen, darunter wieder eine Abordnung aus dem österreichischen Handenberg sowie aus dem befreundeten Hohenlinden, die in historischen Uniformen dabei waren. Angekommen an der Buchenwaldkapelle begrüßte der Vorsitzende der Altenmarkter Soldatenkameradschaft Wolfgang Losert die zahlreichen Gäste, darunter den Gauvorsitzenden des Chiem- und Rupertigaus Anton Linner sowie Ehrenvorsitzenden Michael Bernauer, den stellvertretende Generalkonsul Pierre Clouet aus München, den Generaldelegierten des Souvenir Français für Deutschland in Bayern Pierre Wolff mit seiner Frau Margarete, den Generalpräsidenten der Vereinigung der französischen Reservisten und Veteranen in Bayern Bertrand Polliot sowie den Präsidenten der Vereinigung der französischen Reservisten Daniel Baur.
Den Gottesdienst hielten zum Jubiläum neben Militärdekan Thomas Funke, Pfarrer Christoph Kronast, Pater Sebastian Paredom und Gemeindereferentin Irmi Huber. In seiner Predigt erinnerte der Militärdekan zunächst an das Schicksal der mehr als 2000 Toten aus dem Baumburger Lazarett, die hier im Buchenwald begraben liegen. Im Leben waren sie noch Feinde aus Österreich, Bayern und Frankreich kommend, „im Tod liegen sie friedlich nebeneinander“. Jesus habe den Menschen „den Frieden hinterlassen“. Seine Einsätze als Militärpfarrer in Afghanistan und Mali hatten ihm jedoch aufgezeigt, dass dieser Friede mehr als nur die Abwesenheit von Krieg sei. In Gesprächen mit Soldaten wurden dies immer wieder thematisiert und darauf gehofft, dass die Einsätze der Bundeswehr dort, Frieden und eine bessere Welt für die Menschen vor Ort brächten. „Friede merkt man erst, wenn er fehlt“, hatte ihm ein Soldat in Mali einst gesagt. Der Friede sei, wie Antoine de Saint-Exupéry einst feststellte, „wie ein Baum, der langsam wächst“. Daher auch die jüngst gepflanzte Friedenseiche nahe der Buchenwaldkapelle. Friede sei auch ein Auftrag an Politik, Bildung und jeden einzelnen, schloss er seine Predigt.
KSK-Vorsitzender Wolfgang Losert dankte nach dem Gottesdienst allen Beteiligten, dem Altenmarkter Musikverein für die musikalische Umrahmung, den Baumburger Böllerschützen, den Orts- und Nachbarvereinen, den Frauen, welche die Eichenlaubgirlanden für die Holzgräber gebunden hatten, sowie allen Helfern für die Vorbereitung und Gestaltung des Gottesdienstes. Er betonte nochmals, dass Frieden wichtiger denn je sei und sich jeder überlegen solle, wo er sich wie einbringen könne, den Frieden in seiner Umgebung zu erhalten.
Im Anschluss bewegte sich der Zug zur Gedenkstätte unterhalb der Buchenwaldkapelle, an der das Libera von einem gemischten Chor unter der Leitung von Regina Mitterer gesungen wurde. Nach den Segensworten von Militärdekan Thomas Funke hielt der stellvertretende Generalkonsul Pierre Clouet noch eine kurze Gedenkansprache. Auch er legte einen Kranz nieder. Gemeinsam wurde diesmal nicht nur die Deutschland- und Bayernhymne gespielt, sondern auch die eigens von der Musikkapelle einstudierte französische und österreichische Nationalhymne.
Nach dem Rückmarsch des Zuges zurück zum Marktplatz wurde dort noch ein Spalier des Jubelvereins gebildet, durch das sich der Rest des Zuges bis zum Ziel bewegte. Im Gasthof „zur Post“ würdigte abschließend Pierre Wolff, der Landesdelegierte von „Le Souvenir Français“, die Leistung der Altenmarkter Soldatenkameradschaft unter Wolfgang Losert. Damals vor 225 Jahren, waren Bayern und Franzosen noch Feinde, doch bereits im Lazarett wurden auch Franzosen von Bayern gepflegt. Heute sei eine wunderbare Freundschaft zwischen beiden Nationen entstanden. Pierre Wolff dankte der Altenmarkter Soldatenkameradschaft für die unermüdliche Pflege dieser für das mahnende Gedenken so wertvollen Gedenkstätte, die ja auch den französischen Opfern gelte. Als äußeres Zeichen dieses Dankes überreichte er Wolfgang Losert eine Urkunde, die symbolisiere, dass „die einstigen Gräben der Vergangenheit durch Brücken der Freundschaft ersetzt wurden“. -sts

Eine große Schar Gäste hatte sich am Sonntag vor der Buchenwaldkapelle eingefunden, um mit Militärdekan Thomas Funke Gottesdienst zum Jubiläum der Altenmarkter Soldatenkameradschaft zu feiern. Foto: sts

Schirmherr Stephan Bierschneider befestigte das gesegnete Erinnerungsband an der Fahne der Altenmarkter Soldatenkameradschaft. Foto: sts

Eine Bilderwand mit gemalten Friedensbildern von Kindern der Altenmarkter Grundschule findet sich die Tage noch beim Soldatenfriedhof. Foto: sts

Der Altenmarkter Jubelverein führte mit neuer Standarte von 1867 den Zug zurück zum Marktplatz an. Foto: sts

Pierre Wolff, der Landesdelegierte von „Le Souvenir Français“ (rechts) überreichte KSK-Vorsitzender Wolfgang Losert, eine Urkunde zur Wertschätzung seiner Arbeit im Sinne des Erhalts der deutsch-französischen Freundschaft. Foto: sts

Das Mahnmal im Soldatenfriedhof geschmückt mit 3 Kränzen, die die Nationalitäten der hier begrabenen Soldaten repräsentieren (Österreich, Bayern, Frankreich)

Für das Jubiläum 2026 wurde eine Gedenktafel erstellt und am Mahnmal angebracht
Fackelzug 2026
Ausgabe Trostberger Tagblatt vom 29.06.2026
„Was wir heute tun, ist Bekenntnis zu Demokratie und Miteinander“
Gedenkansprache von Landtagspräsidentin Ilse Aigner zum Jubiläum der Altenmarkter Soldatenkameradschaft beim Fackelzug – Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde
Altenmarkt. Die Präsidentin des Bayerischen Landtags Ilse Aigner fasste in ihrer Rede am Altenmarkter Kriegerdenkmal zusammen, was für die Altenmarkter Soldatenkameradschaft seit über 200 Jahren Auftrag und Daseinsbegründung gleichzeitig ist: „Was wir heute tun, ist nicht bloßes Erinnern. Es ist Bekenntnis zu unseren freiheitlich-demokratischen Werten und zu Zusammenhalt und Miteinander. Das ist es, was unser Land stark macht!“
Mit dem Fackelzug vom Baumburger Berg hinunter über den Buchenwald-Gedenkfriedhof zum Kriegerdenkmal an der Altenmarter Kirche startete die Altenmarkter Soldatenkameradschaft in ihr Jubiläumswochenende. Historisch waren an diesem Tag sicher auch die Außentemperaturen, die sowohl in Bayern als auch in Deutschland einen Allzeit-Hitzerekord verzeichneten. Den Feierlichkeiten am Abend tat dies aber keinen Abbruch. Ein Zug mit über 300 Teilnehmenden, dabei ein Großteil Fackelträger, gab bei einbrechender Dunkelheit ein beeindruckendes Stimmungsbild. Angeführt von der Altenmarkter Blaskapelle machte der Fackelzug zunächst einen Halt beim Soldatenfriedhof, wo zum Baumburg-Lied Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Altenmarkts Bürgermeister Max Schwarz, Schirmherr Stephan Bierschneider und KSK-Vorsitzender Wolfgang Losert zum Gedenken vor das dortige Kriegerdenkmal traten. Angekommen am Kriegerdenkmal vor der Altenmarkter Kirche begrüßte Wolfgang Losert die sehr zahlreichen Gäste rund um das Blumenkreuz, darunter neben der Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Dr. Martin Brunnhuber und Konrad Baur als lokale Landtagsabgeordnete, Renate Diem vom Österreichischen Kameradschaftsbund Hauptbezirk Wien, Gauvorsitzende des Chiem- und Rupertigaus Anton Linner, den KSK-Ehrenvorsitzender Michael Bernauer, Gautrachtenvorsitzender Michi Hauser, Bürgermeister Max Schwarz und Schirmherr Stephan Bierschneider.
In ihrer Rede erinnerte Ilse Aigner an die mehr als 2000 Soldaten maßgeblich Opfer der Schlacht von Hohenlinden, die damals vor 225 Jahren im Baumburger Lazarett verstarben, großteils an einer Typhus-Epidemie. In der gebotenen Eile wurden sie am Fuße des Baumburger Berges im nahegelegenen Buchenwald in Massengräbern begraben – ohne Zeit für das Registrieren der Namen und ohne Zeit für Menschlichkeit. „Heute, 225 Jahre später, stehen wir wieder hier, um an die 2000 Opfer der Schlacht von Hohenlinden und den vielen Opfern der nachfolgenden Kriege zu erinnern“, so Aigner. Die Soldatenkameradschaft Altenmarkt „stemmt sich seit 200 Jahren gegen das Vergessen“, eine für alle wichtige Aufgabe. Schließlich haben „wir nicht vergessen, wie schnell es umschlagen kann“. Der Friede sei nach 80 Jahren in Europa fragil, wie man an den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten sehen könne. „Autokraten erhalten wieder Zulauf, Antidemokratische Ideen erhalten in beängstigender Weise Zuspruch“, so Aigner. Als Präsidentin des Bayerischen Landtags fühle sie sich der Demokratie verpflichtet: „Daher sind mir Gedenkveranstaltungen wie die heutige ein Herzensanliegen.“ Demokratie könne daher nur durch Erinnerung überleben. „Wer nicht weiß was war, kann auch nicht verstehen, was auf dem Spiel steht“, so Aigner weiter. „Was wir heute tun, ist nicht bloßes Erinnern. Es ist Bekenntnis zu unseren freiheitlich-demokratischen Werten und zu Zusammenhalt und Miteinander. Das ist es, was unser Land stark macht!“ Als „Mahner für den Frieden“ erfülle daher die Altenmarkter Soldatenkameradschaft eine wichtige Aufgabe – auch durch die Pflege der Kriegerdenkmäler und ihren über „die Jahrhunderte unverzichtbaren Beitrag zur Aussöhnung und Völkerverständigung“. Sie gratulierte dem Verein zu dieser langen Tradition und seiner wertvollen Friedensarbeit.
Gemeinsam mit den Bundeswehrreservisten legte Ilse Aigner im Auftrag der bayerischen Staatsregierung einen Kranz nieder. Auch der Vorsitzenden der Altenmarkter Soldatenkameradschaft Wolfgang Losert und Altenmarkts neuer Bürgermeister Max Schwarz legten Kränze vor das Kriegerdenkmal. Die Baumburger Böllerschützen schossen ein Ehren-Salut während die Altenmarter Musikkapelle unter Hubert Benda den würdigen musikalischen Rahmen setze. Zum Jubiläum hielten drei Geistliche unterschiedlicher Konfessionen ein ökumenisches Friedensgebet: Ortspfarrer Pater Sebastian Paredom, der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde aus Trostberg Wolfram Hoffmann und der Priester der rumänisch-orthodoxen Kirchengemeinde Traunreut Constantin Bartok.
Zum Jubiläum bewegte sich der lange Fackelzug danach weiter über den Marktplatz in die Wasserburger Straße unter dem beleuchteten Kreuz am Auberg bis zum Landgasthof Angermühle und wieder zurück zum Gasthof „zur Post“. Dort angekommen trug sich Ilse Aigner noch ins Goldene Buch der Gemeinde ein. -sts

Landtagspräsidentin Ilse Aigner hielt die Gedenkansprache am Kriegerdenkmal vor der Altenmarkter Kirche. Foto: sts

Die Präsidentin des Bayerischen Landtags Ilse Aigner (vorne) trug sich nach dem Fackelzug noch ins Goldene Buch der Gemeinde Altenmarkt ein. Auf dem Bild sind hinter ihr von links zu sehen: MdL Dr. Martin Brunnhuber, der Vorsitzende der Altenmarkter Soldatenkameradschaft Wolfgang Losert, MdL Konrad Baur sowie Altenmarkts Bürgermeister Max Schwarz. Foto: sts

Zum Jubiläum führte der Fackelzug auch noch über die Wasserburger Straße unter dem beleuchteten Kreuz (am Auerberg) vorbei. Foto: sts

Mit einem Geschenk bedankte sich KSK-Vorsitzender Wolfgang Losert bei Landtagspräsidentin Ilse Aigner (Bildmitte). Auf dem Bild sind jeweils von links zu sehen: vordere Reihe: KSK-Vorsitzender Wolfgang Losert, Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Schirmherr Stephan Bierschneider, mittlere Reihe: Bürgermeister Max Schwarz, Gauvorsitzender Anton Linner, Trachten-Gauvorsitzender Michi Hauser, hintere Reihe: Markus Schupfner, Roswitha Linner, Traudi Müller und Elisabeth Losert. Foto: sts

Auch Landtagspräsidentin Ilse Aigner (Bildmitte) nahm am Fackelzug teil. Foto: sts
Eindrucksvolles Gedenken zum 225 Jahrestags der Schlacht von Hohenlinden
Altenmarkt, 11. Dez. 2025
Am 3. Dezember 1800 fand im Umfeld von Hohenlinden eine verheerende, blutige Schlacht, während des zweiten Koalitionskrieges, statt. Baumburg, mit seinen damaligen Lazaretten, nahm aus dieser Schlacht viele Verwundete auf. Die im Lazarett Verstorbenen wurden dann im Buchenwald, unterhalb Baumburgs, bereits 1803 als Soldatentotenacker genannt, beerdigt. Die Gemeinde Hohenlinden hat eigens für dieses, damals blutiges Ereignis, zu einer Gedenkveranstaltung geladen. Dieser Einladung ist die Soldatenkameradschaft Altenmarkt gerne nachgekommen und hat mit einigen Mitgliedern und der Fahnenabordnung teilgenommen. Der Gedenktag startete mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Peter, von Hohenlinden. Pfarrer Christoph Stürzer, ehemaliger Praktikant in Baumburg, heute Pfarrer in der Gemeinde Forstern, leitete den Gottesdienst. Der Gottesdienst wurde feierlich vom Kirchenchor der Gemeinde unterstützt.
Im Anschluss startete ein festlicher Zug, angeführt von Soldaten in historischen Uniformen der beteiligten Kriegsparteien Bayern, Österreich und Frankreich, begleitet von Trommlern, zum Erinnerungsort, dem Denkmal der Schlacht. Hier wurden zahlreiche Gebinde und Kränze verschiedener Institutionen niedergelegt. Mit dem Lied vom guten Kameraden und dem Ehrensalut, ging es dann in das gemeindliche Bürgerhaus, wo bereits ein Mittagsmenü, abgestimmt auf Speisen der rivalisierenden Länder, vorbereitet war. Eine Brauerei hatte eigens für diesen Gedenktag ein Erinnerungsbier gebraut.
Es folgten Ansprachen vom Bürgermeister und Vorsitzenden des Vereins „Hohenlinden 2000“ Ludwig Maurer. Weitere Reden folgten vom französischen Generalkonsul Alexandre Vulic aus München, dem Ebersberger Landrat Robert Niedergesäß, dem ehem. Europaabgeordneten Bernd Posselt, von Partnerstätten aus Frankreich, vom Landesdelegierten des Souvenir Français für Bayern Pierre M. Wolff erhielt Ludwig Maurer eine Auszeichnung mit Urkunde. Die französische Nationalhymne Frankreichs wurde von einer Gesanggemeinschaft in historischen Gewändern, sehr stimmungsvoll, vorgetragen.
Den abschließenden Reden folgte die Übergabe eines Erinnerungsgeschenkes der Soldatenkameradschaft Altenmarkt, mit Bieren der örtlichen Brauerei. Dazu hat trug Traudi Müller ein humorvolles, aber auch nachdenkliches Gedicht, mit historischen Hintergrund vor. Wolfgang Losert bedankte sich bei der Vortragenden und überbrachte die Wünsche des Vereins, verbunden mit der Einladung an Hohenlinden zum 225 jährigen Buchenwaldgedenken 2026 und zu 200 Jahren Soldatenkameradschaft Altenmarkt, im kommenden Jahr.

Schülerinnen Informieren sich zum Thema Denkmal
Altenmarkt 12.11.2025
Kürzlich standen drei junge Mädchen der Walter Mohr Realschule in Traunreut, ausgerüstet mit einem Fragenkatalog zur Vorbereitung für eine Projektpräsentation, zum Thema Denkmalspflege, in der Buchenwaldgedenkstätte. Mit der Bitte um ein Interview waren sie auf die Vorstandschaft der Soldatenkameradschaft Altenmarkt zugekommen. Dem Wunsch der Jugend entsprechend, ist die Vorstandschaft gerne nachgekommen und so wurde die Geschichte, dem Denkmal im Buchenwald in Altenmarkt, erklärt. Auslöser war die Schlacht von Hohenlinden am 3. Dezember 1800. Baumburg war zu dieser Zeit Lazarett und, der Überlieferung nach, wurden auch Verwundete dieser Schlacht nach Baumburg gebracht. Leider starben durch eine Typhus Epidemie an die 2000 Krieger die dann eilig unterhalb Baumburg, ihre letzte Ruhestätte fanden. Mit dieser kriegerischen Auseinandersetzung begann das Gedenken, so dass in späteren Jahren, 1826 ein Verein, zu dieser Zeit „Militärabschiedsverein“, gegründet wurde. Jährlich gedenken seit dieser Zeit Altenmarkter und deren Umgebung im Buchenwald an die Opfer und Leiden der Kriege, mit dem Ziel für den Frieden zu mahnen. Die Jugendlichen waren beeindruckt und nachdenklich nach der Befragung. Mit den Wünschen für eine gute Präsentation und einer Einladung zum kommenden Buchenwaldgedenken, dem Jubiläumsjahr in 2026 durch die Vorstandschaft, endete das sicher für beide Seiten interessante Treffen.

Ehrentafel Kriegsteilnehmer 1914-1918 der Gemeinde Altenmarkt
| Reihe | Spalte | Gefallen | ||
| 1 | Georg Josef | 1 | 1 | 09.04.1918 |
| 2 | Empl Michael | 1 | 2 | |
| 3 | Mayer Engelbert | 1 | 3 | |
| 4 | Harlander Xaver | 1 | 4 | |
| 5 | Eder Michael | 1 | 5 | |
| 6 | Randlinger Georg | 1 | 6 | |
| 7 | Schmid Johann | 1 | 7 | |
| 8 | Parzinger Michael | 1 | 8 | |
| 9 | Fellermeier Sebastian | 1 | 9 | |
| 10 | Seiler Franz | 2 | 1 | |
| 11 | Seiler Georg | 2 | 2 | |
| 12 | Eder Josef | 2 | 3 | 18.02.1916 |
| 13 | Eicher Josef | 2 | 4 | |
| 14 | Reitmaier Peter | 2 | 5 | |
| 15 | Kraller Josef | 2 | 6 | |
| 16 | Beilmeier Lorenz | 2 | 7 | |
| 17 | Beilmeier Georg | 2 | 8 | |
| 18 | Beimeier Max | 2 | 9 | |
| 19 | Kalchsberger Josef | 2 | 10 | |
| 20 | Wimmer Xaver | 2 | 11 | |
| 21 | Unterhuber Balthasar | 2 | 12 | |
| 22 | Schwarzenböck Kurt | 2 | 13 | |
| 23 | Lackner Franz | 2 | 14 | |
| 24 | Marstaller Ludwig | 2 | 15 | |
| 25 | Trenker Peter | 3 | 1 | |
| 26 | Gimpl Max | 3 | 2 | |
| 27 | Loibl Heinz | 3 | 3 | |
| 28 | Unterhuber Matthäus | 3 | 4 | |
| 29 | Ellmaier Jakob | 3 | 5 | |
| 30 | Wimmer Franz | 3 | 6 | |
| 31 | Bauer Hans | 3 | 7 | |
| 32 | Bauer Georg | 3 | 8 | |
| 33 | Bauer Josef | 3 | 9 | |
| 34 | Brucker Wolfgang | 3 | 10 | |
| 35 | Linner Benno | 3 | 11 | |
| 36 | Maier Max | 3 | 12 | |
| 37 | Birnkammer Johann | 3 | 13 | |
| 38 | Künzinger Georg | 3 | 14 | |
| 39 | Leonhard Edin | 3 | 15 | |
| 40 | Baumgartner Matthäus | 4 | 1 | |
| 41 | Linner Peter | 4 | 2 | |
| 42 | Kapp Jakob | 4 | 3 | |
| 43 | Metzl Franz | 4 | 4 | |
| 44 | Hallinger Josef | 4 | 5 | |
| 45 | Altmann Georg | 4 | 6 | |
| 46 | Voglmeier Josef | 4 | 7 | |
| 47 | Kollmann Franz | 4 | 8 | |
| 48 | Kollmann Isidor | 4 | 9 | |
| 49 | Maier Sebastian | 4 | 10 | |
| 50 | Schadhauser Joch | 4 | 11 | |
| 51 | Randlinger Wast | 4 | 12 | |
| 52 | Mittermeier Ludwig | 4 | 13 | |
| 53 | Feichtgruber Leonhard | 4 | 14 | |
| 54 | Breitwieser Matthäus | 4 | 15 | |
| 55 | Grabmeier Anton | 5 | 1 | |
| 56 | Gruber Andreas | 5 | 2 | |
| 57 | Galneder Mathäus | 5 | 3 | |
| 58 | Winichner Josef | 5 | 4 | |
| 59 | Seiler Josef | 5 | 5 | |
| 60 | Wurm Josef | 5 | 6 | |
| 61 | Schmid Georg | 5 | 7 | |
| 62 | Mahl Michael | 5 | 8 | |
| 63 | Winkler Josef | 5 | 9 | |
| 64 | Staudner Georg | 5 | 10 | |
| 65 | Ziegenaus Josef | 5 | 11 | |
| 66 | Rohrmayer Johann | 5 | 12 | |
| 67 | Raab Andreas | 5 | 13 | |
| 68 | Namberger Hans | 5 | 14 | |
| 69 | Winichner Josef | 5 | 15 | |
| 70 | Auer Max | 6 | 1 | |
| 71 | Feil Johann | 6 | 2 | |
| 72 | Brandl Mathäus | 6 | 3 | |
| 74 | Dietl Jakob | 6 | 4 | |
| 75 | Grafetstetter Peter | 6 | 5 | |
| 76 | Reisberger Georg | 6 | 6 | |
| 77 | Leutner Richard | 6 | 7 | |
| 78 | Leutner Josef | 6 | 8 | |
| 79 | Lindemann Josef | 6 | 9 | |
| 80 | Ober Mathäus | 6 | 10 | |
| 81 | Seiler Simon | 6 | 11 | |
| 82 | Haseheiter Hans | 6 | 12 | |
| 83 | Gruber Alois | 6 | 13 | |
| 84 | Erl Martin | 6 | 14 | |
| 85 | Hungerhuber Mathäus | 6 | 15 | |
| 86 | Schwenk Josef | 7 | 1 | |
| 87 | Schwenk Ludwig | 7 | 2 | |
| 88 | Feichtner Georg | 7 | 3 | |
| 89 | Saller Johann | 7 | 4 | |
| 90 | Kletzl Rupert | 7 | 5 | |
| 91 | Kletzl Johann | 7 | 6 | |
| 92 | Namberger Sebastian | 7 | 7 | |
| 93 | Namberger Peter | 7 | 8 | |
| 94 | Holzner Johann | 7 | 9 | |
| 95 | Oberlechner Balthasar | 7 | 10 | |
| 96 | Kroyer Johann | 7 | 11 | |
| 97 | Ringsgwandl | 7 | 12 |

