Soldatenkameradschaft Altenmarkt - Mahner für den Frieden e. V.
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Deutsche Friedensfeier

1871 Deutsche Friedensfeier nach dem Deutsch-Französischen Krieg, auch in Altenmarkt.

Nach dem Vorfrieden von Versailles, zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich, am 26. Feb. 1871, fanden in vielen Deutschen Städten sogenannte Friedensfeiern statt. Dieser Vorfrieden wurde im Mai 1871 durch den Frieden von Frankfurt bestätigt und ergänzt. So, wurde auch in Altenmarkt eine Friedensfeier entsprechend den kleinen Kräften veranstaltet, wie nachfolgend Auszugsweise aus dem Traun- Alz- Boten vom 21. März 1871 wiedergegeben.

So war am Vormittag ein feierlicher Gottesdienst mit Te Deum in der Pfarrkirche in Baumburg. Um 7.00 Uhr Abends war Fackelzug mit Musik nach Baumburg zur Buchenwaldkapelle und zurück nach Altenmarkt, wobei bengalisches Feuer, der Donner der Geschütze und die beleuchteten Häuser dem Festbilde einen ernst feierlichen Charakter verliehen. Hierauf begann eine kurze Festrede und nach dieser im "Niggl schen Gasthause" eine musikalische Abendunterhaltung unter freundlicher Mitwirkung der Herren Thürmer von Trostberg. Aus den Mienen der zahlreich versammelten Bewohner in und um Altenmarkt, zeigten sich nur Rührung, Heiterkeit und herzliche Freude. Bedauerlicher Weise waren dieser kriegerrischen  Auseinandersetzung auch acht Altenmarkter Bürger gefallen, zu deren Gedenken zwei Stelen vor der Buchenwaldkapelle mit deren Namen errichtet wurden.

Gedenktafel vor Kapelle links 300px IMG20240228115633  Gedenktafel vor Kapelle rechts 300px IMG20240228115621
Die beiden Erinnerungstafeln zu Ehren der acht Gefallenen von 1870 / 71 vor der Buchenwaldkapelle
 urkunde 1870 71 800px  friedensvertrag 1871 800px    
 Urkunde für die Teilnahme am Krieg 1870 / 71  Friedensvertrag von 1871    
       
       



Restauration und Segnung der Fahne von 1926

2017 - Im Jahr 2017 stand die Restauration unserer Fahne von 1926 an. Ein Schmuckstück, das von den englischen Fräulein in Baumburg entworfen und gestickt wurde. Die Vorstandschaft hatte sich entschlossen diese Fahne restaurieren zu lassen. Die Segnung der Fahne erfolgte zum Buchenwaldgedenken am 25. Juni 2017. Monsignore Rainer Boeck, ein gebürtiger Altenmarkter, tätig im Landesverband Bayern der KDFB für München und Freising. Rainer Bloeck erinnerte daran, dass auch in Deutschland vor über 70 Jahren "Heil Heil" gerufen und "Deutschland über alles in der Welt" gesungen wurde. Daher brauche es ein Gegensteuern gegen unheilvolle Trends. Egoistischem Individualismus gelte es vorzubeugen, alle müssten demokratische Werte und Spielregeln einhalten. Boeck wertete es als Signal des Aufbruchs und der Hoffnung, dass in den heimischen Vereinen und Verbänden Zusammenhalt und gemeinsame Ziel hoch gehalten werden, vor allem von jungen Leuten.  

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Segnung der Fahne durch Monsignore Rainer Boeck, mit den Trachtenkindern Maria und Christian Trenker



Restauration und Segnung der Fahne von 1972

2016 - Im Jahr 2016 wurde die Fahne von 1972 einer gründlichen Reinigung und Überhohlung unterzogen und zum Buchenwaldgedenken durch Prälat Josef Obermeier im Anschluss an den Gedenkgottesdienst neu gesegnet. Obermaier ging auf die aktuelle politische Situation in Europa auf, der durch den Brexit, die Abspaltung Groß Britaniens, die Tagespresse füllte. "Das geeinte Europa darf nicht in Gefahr gebracht werden" so seine eindringlichen Worte. "Jede Form der Abspaltung schade dem Gemeinschaftssinn - das gelte auch in Deutschland".  Beim durchgeführten Fackelzug am Vortag sprach die Stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber, die auf die Schlacht von Hohenlinden einging, dem Leid der gefallenen Soldaten aus dem Koalitätskriegen und den hier in Buchenwald begrabenen Toten aus dem Lazarett von Baumburg. 

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Segnung der restaurierten Fahne von 1972 durch Prälat Josef Obermaier, gehalten von den Trachtenkindern Maria und Christian Trenker



200-jähriges Buchenwaldgedenken und 175 Jahre Soldatenkameradschaft im Jahr 2001

Ein weiteres Großereignis fand am 23. / 24. Juni 2001 statt. 200 Jahre Buchenwaldgedenken und 175 Jahre Soldatenkameradschaft Altenmarkt. Gemeinsam mit den Königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft Baumburg wurde eine Festwoche durchgeführt, beginnend mit einem Totengedenken der Baumburger Schützen am Altenmarkter Kriegerdenkmal. Anschließend marschierten die Ortsvereine zum Festzelt mit Festabend an der Steiner Straße. Nach der Begrüßung und Festrede richteten Landrat Jakob Strobl und Bürgermeister und Schirmherr Horst Meier, sowie zweiter Gauvorstand Peter Stocker Grußworte an die anwesenden Festgäste. Erwachsen aus dem Gedenken an die 2000 Toten, die im Buchenwald Friedhof beerdigt wurden, könne die Altenmarkter SK auf die älteste Vereinsgeschichte im Ort zurückblicken. Wie schon der Landrat betonte, hob auch Bürgermeister Meier  die gegenseitige Hilfe, vor allem in den Zeiten während und nach den Weltkriegen als Garant für ein intaktes Vereinsleben hervor. Die SK sei deswegen keineswegs ein "Club der Ewig Gestriegen" sondern ein Verein, der es über die Jahrzehnte verstand, durch die freundschaftliche gegenseitige Hilfe als Mahner für den Fieden einzutreten. Auch Christoph Schlaipfer erläuterte in seiner Rede die langjährige Geschichte der Soldatenkameradschaft, beginnend bei der Schlacht bei Hohenlinden 1800 bis über die Vereinsentwicklung.

Am 23. Juni wurd das Buchenwaldfest mit dem Fackelzug eingeleitet. Bei Einbruch der Dunkelheit bewegte sich der Gedenkzug mit ca. 130 Kameraden von Baumburg nach Altenmarkt. Die Ansprache am Kriegerdenkmal hielt Gauvorstand Sigi Engl. "Jeder einzelne von uns, und vor allem die Jugend, solle sich seiner Pflicht zur Erhaltung des Friedens und der Sicherheit in Europa bewußt werden". Der Redner spannte hier den Bogen zum Festjubiläum und  desen tieferen Sinn. Anschließend legten Bürgermeister Horst Meier und erster Vorstand Christoph Schlaipfer einen Kranz nieder. Mit dem Lied vom Guten Kameraden endete schließlich der Festzug am Gasthof zur Post.

Bei strahlendem Sonneschein, Böllerschüssen unterhalb des leuchtenden Kreuzes auf dem Auerberg, startete der Weckruf,  wurde der Festsonntag eingeleitet. Die ankommenden Festvereine wurden gegrüßt und ins Festzelt geleitet. Als Ehrengäste kamen Landtagsabgeordneter Herman Steinmaßl, Gauvorstand Sigi Engl, Bezirksbeschäftsführer der Kriegsgräberfürsoge Obb. Jörg Raab, Schirmherr Bürgermeister Horst Meier sowie der Patenverein, die Kameraden von Trostberg. Mit mehr als 1.000 Festteilnehmern bewegte sich der Festzug nach Baumburg. Mit einem Freialtar im Klosterhof wurde der Festgottesdienst gegangen, den Pfarrer Josef Stigloher zelebrierte. Die Ehrengäste entrichteten Grußworte und zur Segnung des Festbanners hielt Evi Schlaipfer den Prolog. Den Abschluss des Festtages bildete das Totengedenken mit dem Libera im Buchenwald. SK Vorstand Christoph Schlaipfer erinnerte vor den mit Eichenlaub geschmückten Erinnerungskreuzen an die Geschehnisse vor 200 Jahren  und mahnte , das Gedenken an die Opfer der Kriege immer im Bewusstsein zu halten. In seinem Schlusswort danke er allen die zum Gelinges des Festes beigetragen haben.  Mit der Bayernhymne  endete das Gedenken. Der Festzug marschierte zurück in den Ort in das Festzelt an der Steiner Straße, wo die Musikkapellen Hohenlinden und Altenmarkt noch schneidig aufspielten. 

Buchenwaldgedenken 2001 Evi Schlaipfer Fahnenband 600px Bild0028 2
 Evi Schlaipfer beim Anheften des Erinnerungsbandes
 
Buchenwaldgedenken 2001 Libera mit StigloherSchlaipfer 800px Bild0032 2
SK Vorstand Christoph Schlaipfer und Pfarrer Stiegloher vor dem Ehrenmal
 
Buchenwaldgedenken 2001 Libera mit Evi SchlaipferSteinmasslMeier 800px Bild0034 2
Evi Schlaipfer Tochter des Vorstands und Anhefterin des Erinnerungsbandes
Landrat Herman Steinmaßl
Bürgermeister Horst Meier
 
 Eisernes Kreuz 800px Bild0050 2
Eisernes Kreuz auf dem Auerberg zum 200-jährigen Buchenwaldgedenken



 

Fahnenweihe 1972

Eine in die Jahre gekommene Fahne aus dem Jahre 1926 wird durch eine neue Fahne ersetzt. Bei strahlenden Wetter startete der Festzug wie immer am Marktplatz durch den von der Bevölkerung schön geschmückten Ort, zum Buchenwald. Zahlreiche Vereine aus Altenmarkt und der Umgebung, begleitet von zwei Musikkapellen, waren der Einladung der Soldatenkameradschaft gefolgt und begleiteten den Festzug. In seiner Festpredigt mahnte der Geistliche alle Menschen zum Frieden.

Fahnenweihe 1972 Gottesdienst vor Kapelle Buchenwald 800px Bild0039 2
 Pfarrer Faßnauer beim Gedenkgottesdienst
 

Er blickte zurück auf das Jahr 1926, in dem die letzte Fahne des Vereins seinen Segen erhielt. Damals, so sagte er, habe man ebenfalls versucht, ein Werk für den Frieden zu tun. Zur selben Zeit aber habe sich schon die weitere Entwicklung im von Kriesen heimgesuchen Deutschland angekündigt. Er bezeichnete es als "Fortschritt in den Abgrund". Auch der heutige Fortschritt dürfe - so Faßnauer - nie darüber hinwegtäuschen, daß es doch die erste Pflicht des Menschen sei, sich für den Frieden einzusetzen. Jeder einzelne könne an dieser Aufgabe mitwirken, "zum Wohle der Menschheit".

Die Weihe der Fahne nahm der Pfarrherr von Baumburg Alois Faßnauer vor. Dies erfolgte im Anschluss an diese Predigt. Nach der Segnung wurden neben dem Totenband des Vereins der Soldatenkameradschaft, durch die Gemeinde, dem Patenverein Trostberg und den Gebirgsjägern je ein Erinnerungsband an die neue Fahne geheftet.

Rita Voglmeier und Hans Höfer vom Trachtenverein trugen zur Segnung nette Verse, die von Sophie Clemente aufgesetzt wurden, vor.

 Fahnenweihe 1972 Weihe der neuen Fahne Rita Voglmeier 800px Bild0041 2 Fahnenweihe 1972 Weihe der neuen Fahne Hans Hoefer 800px Bild0042 2
 Rita Voglmaier Hans Höfer
   

Die drei bisherigen Fahnen des Vereins wurden beim Festzug mitgeführt. Am Ehrenmal der Gefallenen im Buchenwald erklang nach der Weihe der Gräber durch Pfarrer Faßnauer, von den beiden Musikkapellen gespielt, das Lied vom Guten Kameraden. Nach dem Rückmarsch in den Ort löste sich der Festzug auf.

Bereits am Vortage war der alljährlich statt findende Fackelzug von Baumburg zum Kriegerdenkmal in Altenmarkt, wo das Vereinsmitglied Sepp Parzinger, eine eindrucksvolle Rede, rückblickend auf den zweiten Weltkrieg, mit der Mahnung zum Frieden, ausführte. Abschließend zogen die Fackelträger wie alljährich hinaus zur Angermühle und schließlich zurück zum Gasthof zur Post, wo sich der Zug auflöste.

 Fahnenweihe 1972 Egerlaender Gmoi 800px Bild0043 2
 Egerländer Gmoi nahm auch teil
 
  1. 150-jähriges Buchenwaldgedenken
  2. Heimkehrerfest 1951
  3. 100-jähriges Gründungsfest
  4. Heimkehrerfest 1919

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